Vom Sonnenaufgang in Lun bis zum Sonnenuntergang in Novalija: Unser 15. Tag auf Pag

Juni 1, 2023 | 0 Kommentare

Am fünfzehnten Tag unserer Reise begann der Morgen, zumindest für mich, deutlich früher als üblich. Schon um 6 Uhr morgens stand ich auf, fest entschlossen, die Insel Pag mit dem Fahrrad zu erkunden. Die Idee war, die kroatische Landschaft zu erleben, bevor die brütende Hitze des Tages die Temperaturen in die Höhe schnellen liess.

Mein Ziel war das Dorf Lun im Norden der Insel, bekannt für seine antiken Olivenbäume. Als ich um 6:45 Uhr losfuhr, lag das Wohnmobil noch in tiefem Schlaf und die sonst so lebhaften Strassen waren noch verlassen. Die ersten Sonnenstrahlen streckten sich gerade über den Horizont, und der Tag erwachte langsam zum Leben.

Die Insel Pag ist nicht gerade als flaches Gelände bekannt. Die Strasse führt zwar geradeaus, aber sie ist gespickt mit ständigen Steigungen und Abfahrten, die sowohl die Ausdauer als auch die Abenteuerlust herausfordern. Mit jedem Kilometer sah ich mehr und mehr Olivenbäume, von jung und grün bis zu beeindruckend alten Exemplaren, deren knorrige Rinde von Jahrhunderten des Wachstums zeugte.

Wie alt dieses Exemplar wohl sein mag?

Kurz vor Lun verliess ich die Hauptstrasse und machte einen Abstecher auf eine unbefestigte Strasse, in der Hoffnung, das Meer erreichen zu können. Doch leider führte die Strasse nicht bis zum Strand und endete abrupt. Ich machte eine kurze Pause, genoss die Landschaft, bevor ich meine Fahrt fortsetzte und schliesslich Lun erreichte. Nach einer weiteren kurzen Pause am örtlichen Strand machte ich mich auf den Rückweg zum Campingplatz, wieder über die gleiche malerische Strecke.

Nach einer erfrischenden Abkühlung im Meer, wo das kühle Nass meine müden Muskeln belebte, kehrte ich zum Wohnmobil zurück, gerade rechtzeitig zum späten Frühstück mit der Familie. Der Rest des Tages wurde entspannt auf dem Campingplatz und am Strand verbracht, während die Kinder spielten und die Erwachsenen die Sonne genossen.

Mit dem Touristenzug nach Novalija

Am Abend unternahmen wir einen Ausflug nach Novalija, einer nahe gelegenen Stadt, die bekannt ist für ihre lebendige Atmosphäre und ihre kulinarischen Angebote. Anstatt zu laufen, entschieden wir uns für den örtlichen Touristenzug. Bei den Kindern fand dieser grossen Anklang, bei den Eltern eher weniger, da wir ihn als überteuert empfanden.

En guete!

In Novalija gönnten wir uns ein köstliches Abendessen in einem lokalen Restaurant. Sibylle und ich entschieden uns für einen frisch gegrillten Thunfisch, während Ben und Mia hungrig beinahe einen ganzen Burger mit Pommes verschlangen. Nach dem Essen spazierten wir durch den belebten Ort und genossen die abendliche Stimmung. Bevor wir uns auf den Rückweg machten, buchten wir für den nächsten Tag einen Ausflug mit einem Semi-U-Boot – ein Abenteuer, auf das wir uns alle schon freuten.

Bevor wir den Rückweg in Angriff nahmen, wollten wir den gelungenen Abend noch mit einem leckeren Eis abschliessen. Allerdings sah das Eis besser aus, als es schmeckte. Da hatten wir in den bisherigen Ferien definitiv schon besseres Eis genossen.

Sonnenuntergang am Hafen

Der Rückweg zum Campingplatz war eine Mischung aus Laufen und Bollerwagenfahren – zumindest für die Kinder. Die Erschöpfung des Tages hatte sie eingeholt und sie waren mehr als glücklich, sich in den Bollerwagen zu kuscheln und sich von uns ziehen zu lassen. Das leise Rauschen des Meeres in der Ferne und der sanfte Abendwind bildeten eine ruhige Kulisse für den Abschluss eines weiteren ereignisreichen Tages.

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