Auf Spurensuche im Watt und unterwegs am Deich

von Michael | Aug. 3, 2025 | Sommerferien 2025 | 0 Kommentare

Stürmischer Start und Wattsafari

Nach einer stürmischen Nacht begann der Tag so, wie der letzte aufgehört hatte. Es regnete. Ausschlafen lag nicht drin, denn wir hatten eine Wattsafari gebucht. Die Tour findet bei fast jedem Wetter statt, nur bei Sturm fällt sie aus. Also zogen wir uns wetterfest an und machten uns auf den Weg zum Treffpunkt. In der Zwischenzeit beruhigte sich der Himmel etwas und wir genossen sogar eine kurze Regenpause. Vor Ort wurde unser Schuhwerk kontrolliert. Empfohlen waren Gummistiefel oder Wasserschuhe, weil zwischen den Muschelfeldern viele scharfe Austern liegen.

Die small five im Wattenmeer

Das Watt war wegen des trüben Wetters fast menschenleer. Wir durften unsere ersten Spuren in die feuchte Sandfläche ziehen, fast wie in frisch gefallenem Schnee. Bei der Wattsafari jagt man nicht die big five, sondern die small five. Dazu gehören Wattwurm, Gemeine Herzmuschel, Gemeine Strandkrabbe, Gemeine Wattschnecke und die Nordseegarnele.
Die Krabben fanden wir schnell und in grosser Zahl. Unsere Führerin zeigte, wie man das Geschlecht bestimmt und erklärte, weshalb vielen Tieren Beine oder Zangen fehlen. Oft entkommen sie nur knapp einem Vogel oder haben untereinander gekämpft. Auch die Herzmuschel liess sich leicht aufspüren. Den Wattwurm verrieten kleine Spaghetti aus Sand. Das sind seine Ausscheidungen am Eingang des Tunnels. Mit der Stechgabel holte unsere Führerin einen Wurm an die Oberfläche und die Kinder durften ihn auf der Hand halten. Die Wattschnecken gibt es in riesiger Zahl, doch man muss wissen, wonach man sucht. Sie sind kaum grösser als ein Reiskorn. Bei den Garnelen hatten wir kein Glück. Dafür lernten wir, wie man Pfeffermuscheln findet. Kaum freigelegt, begannen sie sich wieder einzubuddeln. Neunzig Minuten vergingen wie im Flug und der Regen legte die meiste Zeit eine Pause ein.

Hallenbad und endlich Sonne

Am Nachmittag war der Regen zurück. Doch diesmal liess er irgendwann endgültig nach. Da wir es am Vortag nicht ins Hallenbad geschafft hatten, nutzten wir die Gelegenheit jetzt. Wir waren nicht die einzigen mit dieser Idee. Das Bad war klein, der Andrang gross und wir mussten beim Einlass kurz warten. Drinnen war es laut und voll, doch die Kinder genossen das Planschen, vor allem auf den Rutschen. Zum Abschluss gab es ein Glace für die Kinder. Wir gönnten uns ostfriesischen Käsekuchen mit roter Grütze. Zurück auf dem Campingplatz konnten wir erstmals seit Tagen draussen zu Abend essen. Die Sonne hatte sich endlich wieder gezeigt.

Sonne, Wäsche und Drachen

Der nächste Tag begann ruhig. Wir schliefen aus, frühstückten gemütlich im Freien und nutzten das gute Wetter zum Waschen. Die Kinder spielten in ihrem Zelt und erfanden kleine Geschichten. Am Nachmittag ging es zur Drachenwiese. Mit etwas Hilfe durften die Kinder den Lenkdrachen selbst steuern. Der Wind blies kräftig, die Arme wurden schnell müde, und so machten wir uns bald auf den Rückweg.

Deichtour und Dorffest

Zurück beim Wohnmobil sattelten wir die Fahrräder und starteten eine kleine Tour dem Deich entlang. Die Kinder staunten über die vielen Schafe, die wie Wattebäusche auf der Wiese lagen. Der Weg führte direkt am Flugplatz vorbei, wo gerade der Inselflieger nach Wangerooge abhob. Nach einer Weile bogen wir zu einem Bauernhof ab, auf dem man auch essen konnte. Heute gab es Schnitzelbuffet, das wir in vollen Zügen genossen. Danach fuhren wir weiter nach Carolinensiel. Dort war Dorffest und die Kinder freuten sich über Angeln und Karussell. Zurück am Wohnmobil machten sie sich bettfertig und lauschten wie jeden Abend einer Gutenachtgeschichte.


Ich wollte noch einen Spaziergang mit Fotografieren machen und hoffte auf einen Moment mit Sonnenuntergang. Kaum stand die Kamera, kam der nächste Wolkenbruch. Ich wurde klatschnass und rettete mich zurück zum Wohnmobil. Kaum dort angekommen, hörte der Regen auch schon wieder auf. Mir half das natürlich nichts mehr.

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