Donnerstag 07:30 Uhr, nach einer ruhigen Nacht auf der Autobahnraststätte geht es weiter in Richtung Kiel. Sibylle übernimmt zuerst das Steuer und kämpft sich durch unzählige Baustellen und den Morgenverkehr rund um Hamburg. Trotz vielen Baustellen und dichtem Verkehr kommen wir gut vorwärts. Kurz nach Hamburg machen wir einen Fahrerwechsel und ich fahre das Reststück bis zum Ostsee-Camp Kliff. Dort treffen wir kurz nach 11 Uhr ein und suchen uns einen Platz aus, auf welchem wir bis am Freitagnachmittag bleiben können.
Der Campingplatz ist ruhig gelegen mit einer guten Aussicht auf die Ostsee. Auf der See herrscht reges Treiben. Schiffe fahren in Richtung Kieler Hafen oder fahren von dort wieder aufs offene Meer hinaus. Wir parkieren das Womo auf dem Platz, installieren die Campingmöbel und gönnen uns etwas zu Essen. Danach heisst es erst einmal etwas ausspannen, allerdings nicht bevor die Markise richtig heruntergespannt ist, denn es bläst ein kräftiger Wind. Dieser Wind ist es dann auch, der mich aus meinem Nickerchen wieder weckt, denn im Schatten ist es wegen dem Wind ganz schön kühl. Also setze ich mich in die Sonne und wärme mich wieder auf.
Da der Gummihammer in Villigen geblieben ist und meine behelfsmässige Markisenbefestigung nicht ganz so stabil zu sein scheint, machen wir uns auf Erkundungstour auf dem Campingplatz und besuchen dabei auch gleich den Campingladen wo wir einen Gummihammer kaufen. Danach geht es weiter dem Strand entlang in die nächste Ortschaft. Dabei kommen wir an einem Denkmal für die auf See gebliebenen des 1. und 2. Weltkriegs. Es ist ein hoher Turm mit Museum und am Strand steht ein U-Boot aus dem 2. Weltkrieg.
Zurück von der Erkundungstour brauchen wir zuerst einmal eine Abkühlung. Also ab ins Meer. Dieses ist keine hundert Meter von unserem Platz entfernt. Allerdings gelangt man nur über eine Treppe an den Sandstrand, da der Platz ca. 10 Meter höher auf einer Klippe gelegen ist. Das Wasser ist sehr sauber und klar. So klar, dass man auch problemlos die Qualle erkennt, welche sich im Wasser treiben lässt. Bis man bis zum Bauch im Wasser steht muss man hier locker 50m weit laufen und auch nach 100m kann man immer noch problemlos stehen. Sibylle und ich kühlen uns ab und stellen fest, dass hier das Wasser wesentlich weniger salzig ist als zum Beispiel in Spanien oder Italien.
Zurück am Strand breiten wir unsere Decke aus und wollen uns von der Sonne trocknen lassen. Allerdings halten wir es nicht lange aus, denn der Wind bläst kräftig und wir sind innert kürzester Zeit sandgestrahlt…
Nach dem Abendessen machen wir noch einen Spaziergang mit dem Ziel ein Glace zu essen. Dieses Mal spazieren wir am Strand in die andere Richtung. In der Ferne ist ein kleiner Hafen zu sehen. Wir hoffen dort eine Eisdiele vorzufinden. Nach einer halben Stunde laufen werden wir leider enttäuscht. Es hat nur eine Imbissbude und diese verkauft nur normale Glace. Wir haben aber Lust auf selbergemachtes Eis und machen uns deshalb auf den Rückweg. Bei unserer nachmittäglichen Erkundungstour haben wir noch ein Restaurant gesehen, welches einen Eisstand hatte. Dieser ist aber auch schon geschlossen. Aber glücklicherweise gibt es das Eis auch im Restaurant und wir kommen doch noch zu unserer Glace.
Mehr Bilder gibt es hier: Gallerie Tag 2
Route Tag 2
Der Tag im Zeitraffer


