Heute Morgen heisst es bereits wieder Abschied nehmen von Rita und Stefan. Sie fahren heute in Richtung Lillehammer und wir machen uns auf den weiteren Weg in Richtung Norden.
Von Rita haben wir den Tipp bekommen, dass es als Alternative zur E6 noch die RV17 gibt. Diese ist etwas länger, führt aber über weite Strecken der Küste entlang durch wunderschöne Landschaften. Da das Wetter weiterhin gut ist, entscheiden wir uns diese Route zu nehmen.
In den Reiseführern die wir dabei haben wird sie auch als die teuerste Strasse Norwegens aufgeführt. Dies aber nicht etwa weil sehr viel Maut gezahlt werden muss, sondern vielmehr weil die Strasse immer wieder durch Fähren unterbrochen wird. Über die Anzahl der Fähren sind sich die Reiseführer nicht so einig. In einem ist die Rede von sieben Fähren. Schlussendlich waren es dann sechs, also entweder haben wir eine aussen gelassen, oder aber die haben sich verzählt.
Interessant ist auch, dass sich es zwei unterschiedliche Fährtypen gibt. Beim einen Typ ist die Fähre geschlossen und beim anderen ist sie offen. Ist die Fähre geschlossen, so muss das Fahrzeug zwingend verlassen werden. In den offenen Fähren darf die Überfahrt auch im Fahrzeug verbracht werden.
So wird unsere Fahrt immer wieder durch mal kürzere (10 min) und mal längere (1h) Überfahrten mit einer Fähre unterbrochen. So kommen wir natürlich nicht so flott vorwärts, wie auf der E6, dafür werden wir mit wunderschönen Fjorden belohnt.
Nach der 4. Fähre zeigt das Womo noch eine Reichweite von 300 Km an. Deshalb wollen wir die nächste Tankstelle ansteuern. Nur lässt diese seeeehr lange auf sich warten und dazwischen müssen auch noch mehrere Pässe überwunden werden. So dass die Reichweite immer weiter zusammenfällt und wir uns langsam Sorgen machen. Als dann die Tankstelle welche auf dem Navi angezeigt wird nicht existiert wird es definitiv langsam knapp. Doch zum Glück erblicken wir kurz danach ein Strassenschild mit einem Tankstellenzeichen. Wir biegen von der 17 ab und nach 2 Km kommt endlich die ersehnte Tankstelle.
Entspannter fahren wir nun weiter zur nächsten Fähre. Inzwischen ist es 21:45 und die letzte Fähre legte um 21:30 ab. Wir erkunden noch kurz die Umgebung nach einem geeigneten Schlafplatz, finden aber nur einen Campingplatz. Diesen wollen wir uns aber sparen und so übernachten wir direkt am Pier wo wir dann am nächsten Morgen die erste Fähre nehmen.

Mehr Bilder gibt es hier: Gallerie Tag 6
Route Tag 6
