Auch heute zeigt sich das Wetter von seiner besten Seite und wir entschliessen uns eine Wanderung zu unternehmen. Geplant ist eine Wanderung von ca. 2.5h, welche wir im Womoführer gefunden haben. Allerdings merken wir schon bald, dass wir wohl nicht auf dem Wanderweg sind, welcher im Führer beschrieben ist. Die Markierungen sind hier definitiv nicht so komfortabel und wir laufen mehrere Male falsch, bis es nicht mehr weiter geht und wir wieder umkehren müssen. Dies hat aber auch seinen Reiz, denn die Landschaft ist wunderschön. Wenn der Wind nicht bläst, dann kommt
man beim Anstieg doch etwas ins Schwitzen, aber sobald der Wind wieder bläst, ist es eher wieder kühl.
Die Wanderung führt uns an zwei Seen oberhalb von Moskenes vorbei, welche zur Trinkwasserversorgung genutzt werden. Deshalb ist hier campen und schwimmen strikte untersagt. Aber zum Glück ist das Wandern nicht verboten. Nach ca. 2.5 h Anstieg kommen wir auf einem Plateau an, von welchem wir einen super Blick auf das Meer und die umliegenden Berge geniessen. Auf gut Glück steigen wir auf der Gegenseite noch weiter den Berg hoch, in der Hoffnung, dass wir dort auch wieder hinunter zum Womo kommen und nicht denselben Weg zurück nehmen müssen. Wir haben Glück und kommen sogar an dem Aussichtspunkt an, welcher im Führer beschrieben ist. Der Abstieg gestaltet sich dann recht anspruchsvoll und verlangt volle Konzentration.
Beim Womo zurück gönnen wir uns zuerst einmal ein Zvieri und fahren anschliessend weiter Richtung Norden. Eigentlich war geplant, dass wir die Nacht auf einem Campingplatz verbringen, da das Womo mal wieder geleert und mit Frischwasser gefüllt werden müsste. Allerdings haben wir Glück und finden eine Tankstelle, wo wir das auch erledigen können. Für 20 NOK können wir unser WC und Abwasser entleeren und Frischwasser nachfüllen.
Da das Womo so wieder bereit für freies Camping ist, entscheiden wir uns einen Übernachtungsplatz am Meer zu suchen, von welchem wir die Mitternachtssonne beobachten können. Dank dem Womoführer finden wir einen Platz direkt am Meer auf welchem wir das Womo so stellen, dass wir von den Sitzen aus das Meer und die Sonne beobachten können. Lange sieht es so aus, als ob wir die Mitternachtssonne auch wirklich sehen können. Doch leider hängen da noch ein Paar Wolken so tief, dass sie dann doch nicht zu sehen ist. So müssen wir dann eben nochmal einen Versuch unternehmen.
Ein Zeitraffer unserer ersten beinahe Mitternachtssonne folgt sobald wir eine antständige Internetverbindung gefunden haben ;).

