Bevor wir uns zurück nach Svolvaer machten, musste noch schnell das Womo aufgefüllt und geleert werden, so dass einer weiteren Nacht mit freiem Camping nichts im Wege steht. Danach fuhren wir nach Svolvaer wo wir uns einen Parkplatz suchten und uns mit Sack und Pack zu Fuss zum Hafen begaben. Dort wartete bereits die Segeljacht M/S Ylajali auf uns. Wir begaben uns an Board und wurden vom Koch und dem Captain freundlich begrüsst. Wir deponierten unsere Sachen im Salon und erkundeten das Schiff. Es ist 24m lang und bietet in 5 Kabinen Platz für bis zu 12 Personen plus Besatzung.
Neben uns waren noch ein finnisches Pärchen, eine 4-köpfige norwegische Familie und ein deutsches Pärchen, welches in der Schweiz wohnt, mit an Bord. Wir begrüssten uns gegenseitig und die Fahrt konnte losgehen.
Bei schönem Wetter mit nur wenigen Wolken am Himmel stachen wir in See. Da ein starker Wind blies, waren wir froh, dass wir unsere Kappen und gute Kleidung dabei hatten. Sibylle hatte sogar Thermounterwäsche an. Dies war aber auch gut so, denn an Deck war die Fahrt definitiv am genussvollsten.
Nach ca. 50-Minütiger Fahrt der Küste entlang konnten wir dann das erste Highlight der Fahrt beobachten. Über den Klippen zogen die Seeadler ihre Kreise und hielten Ausschau nach Beute. Leider liessen sie sich von den Fischen, welche wir ins Wasser warfen nicht beeindrucken und blieben mehrere hundert Meter vom Schiff entfernt. Zum Glück hatte ich das Tele von Papi auf der Kamera und konnte trotzdem ein Paar Fotos schiessen, auf welchen auch ein Adler zu erkennen ist.
Da sich die Adler nicht anlocken liessen, fuhren wir weiter der Küste entlang in Richtung Trollfjord. Wir nutzen die Zeit an Bord für ein kleines Fotoshooting und unterhielten uns mit den anderen Passagieren. Natürlich genossen wir auch die spektakuläre Aussicht.
Nach einer weiteren Stunde Fahrt konnten wir nochmal Seeadler beobachten. Dieses Mal waren gleich 4 Stück in der Luft und einer lieferte sich einen Kampf mit zwei Möwen. Leider waren auch diese Adler wieder eher weit weg. Trotzdem war es ein sehenswertes Spektakel.
Um 12:30 Uhr war dann der Koch soweit und servierte uns eine sehr feine Fischsuppe mit Fischen, welche auf dem Trip von gestern gefangen wurden. Zum Glück war der Topf gross genug, denn so gut wie jeder holte sich noch mindestens einen Nachschlag. Auch die Fischsuppe genossen wir bei bestem Wetter an Deck.
Kurz darauf erreichten wir einen weiteren Höhepunkt unserer Reise, den Trollfjord. Die Einfahrt in den Trollfjord ist gerade mal 100m breit. Trotzdem wird er auch regelmässig von Schiffen der Hurtigruten besucht. An seinem weitesten Punkt ist er 800m breit und rundherum ragen steile Berge in die Höhe. Der steilste ist Trolltindan mit einer Höhe von 1084m.
Vom Trollfjord ging es dann auf einer anderen Route zurück in Richtung Ausgangshafen. Unterwegs machten wir noch zwei Zwischenstopps zum Fischen. Zuerst versuchte ich mein Glück. Doch bei mir wollten sie noch nicht beissen. Da Sibylle ihr Glück auch einmal versuchen wollte, übergab ich die Angel an sie und schon kurz darauf hingen gleich zwei Fische auf einmal an ihrer Angel. Danach zog sie noch einmal einen Fisch raus.
Anschliessend begaben wir uns zu einem weiteren Spot wo ich nochmal mein Glück versuchte. Beim ersten der Anbiss hatte ich das Pech, dass er sich kurz bevor er im Boot war wieder befreien konnte. Beim zweiten Mal hatte ich dann mehr Glück und ich konnte doch auch noch einen Fang verbuchen. Danach riss dann meine Angelschnur und das Fischen war beendet.
Inzwischen hatte sich das Wetter verschlechtert und der Wellgengang wurde stärker, so dass die Rückfahrt etwas unruhiger war. Aber wir schafften es trotzdem ohne bleich zu werden zurück in den Hafen.
In Svolvaer gingen wir noch kurz einkaufen, bevor wir noch ein Stück in Richtung Andenes fuhren. Für diese Nacht war wieder einmal freies Camping angesagt und wir fanden einen schön ruhigen Platz ganz für uns alleine. Bein einem Whiskey liessen wir den Tag ausklingen.
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