Heute stand ein Besuch im nördlichsten Tierpark von Skandinavien auf dem Programm. Der Tierpark ist so angelegt, dass die Tiere sehr viele Rückzugmöglichkeiten haben, welche sie auch gerne nutzen. Die Gehege sind riesig und es ist nicht immer einfach die Tiere darin zu sehen. Das erste Tier, welches sich uns zeigte, war der Bjørn, so heisst der Bär auf Norwegisch. In einem keinen Tümpel tummelten sich zwei noch nicht ausgewachsene Bären und genossen die Sonne.
Danach umrundeten wir das Bärengehege und bekamen dabei Besuch von einem weiteren Bären, welcher versuchte durch das Gitter hindurch an frische Zweige zu kommen. Er zeigte dabei keine Scheu vor uns und ich konnte ihn durch das Gitter mit frischen Zweigen füttern. Sibylle hielt dabei lieber etwas abstand, da ihr das Ganze nicht so geheuer war.
Zurück auf dem Hauptweg angekommen, folgten wir einer Volkswanderung. Es stellte sich heraus, dass diese einem Tierpfleger folgte, welcher die Tiere fütterte. Als nächstes waren die Polarfüchse an der Reihe. Ein kleines Mädchen durfte zusammen mit dem Tierpfleger in das Gehege und die Polarfüchse füttern. Diese konnten nicht genug vom Fressen bekommen und bettelten das Mädchen für mehr an.
Danach wurden noch die Bären gefüttert und wir bekamen noch zwei neue Bärengesichter zu sehen. Einer der Bären hatte kein typisch braunes Fell, sondern war viel heller. Diese beiden Bären waren ausgewachsen und erreichten eine imposante Höhe, wenn sie sich auf die Hinterbeine stellten.
Leider war die Fütterung der Wölfe bereits vorbei und wir bekamen diese nicht zu Gesicht. So müssen wir weiter warten, bis wir einmal echte Wölfe beobachten können. Als Ausgleich dafür planen wir einen Besuch auf einer Huskyfarm und das ist ja beinahe noch besser als Wölfe ;).
Auch der Elch machte sich wie immer wenn wir in Skandinavien unterwegs sind rar und wir bekamen ihn nicht zu sehen. Aber hier besteht ja immer noch die Chance, dass uns mal noch einer beim Wandern oder Autofahren über den Weg läuft. Abgerundet wurden unsere Tierbeobachtungen zum Schluss noch mit Rentieren, Moschusochsen und Hirschen. Bei den Hirschen war eine Familie mit noch sehr jungem Hirschkalb zu sehen.
Nach dem Besuch im Zoo fuhren wir weiter zum Målselvfoss, dem Rheinfall Norwegens. Der Målselvfoss ist der grösste Wasserfall Norwegens, aber bei weitem nicht so eindrucksvoll und gross wie der Rheinfall. Wobei man Rheinfall trotzdem wörtlich nehmen kann. Das Parkieren kostete 100 NOK. Dafür bekam man aber einen Gutschein, mit welchem man ein Lachsschaufenster begutachten konnte. Dafür musste man 40 NOK pro Person bezahlen. Da wir den Gutschein hatten, bezahlten wir uns machten uns auf den Weg zum Fluss. Unten angekommen genossen wir zuerst den Wasserfall und machten Fotos. Danach gingen wir noch zum „Lachsschaufenster“. Dies hätten wir uns aber getrost sparen können. Es war nichts Weiteres als ein Aquarium mit zwei Lachsen drin und die Scheibe war sehr schmutzig.
Da die Wettervorhersage auch für den nächsten Tag sehr vielversprechend aussah, war unser nächstes Ziel der Øvre Dividal Nationalpark. Im Womoführer waren zwei Wanderparkplätze angegeben, auf welchen auch problemlos übernachtet werden konnte. Im Reiseführer stand auch, dass die Strasse dahin nicht die beste sei. Dies ist aber nur leicht untertrieben. Auf einem Abschnitt hatte es mehr Schlaglöcher als Strasse und auch die restlichen Strassenabschnitte waren nur mit maximal 20 km/h zu fahren. Nach 5 km entschieden wir uns umzukehren, da wir uns die restlichen 30 km auf dieser Strasse nicht auch noch antun wollten.
Als neues Ziel wurde Tromsø auserkoren, wo wir nach einer Pause mit Abendessen gegen 22 Uhr eintrafen. Doch leider dauerte es noch 1 Stunde bis wir auch endlich einen Platz zum Übernachten fanden, da der einzige Platz wo dies möglich gewesen wäre bereits mit Wohnmobilen überfüllt war. Bei den restlichen Plätzen schossen die „no camping Schilder“ wir Pilze aus dem Boden. Nach etwas umherirren in der Stadt fanden wir dann doch noch einen Parkplatz für die Nacht.
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Route Tag 14





