Da für den heutigen Tag bedecktes Wetter mit leichtem Regen vorhergesagt ist, wird erstmal ausgeschlafen. So ist es dann auch schon 11:30 Uhr bis wir vom Camping losfahren. Erstes Ziel ist Alta, wo der Kühlschrank wieder aufgefüllt wird. Da es in Alta ansonsten nicht viel zu sehen gibt, entscheiden wir uns weiter nach Honningsvåg zu fahren. Unterwegs muss ich dann das erste Mal für Rentiere bremsen. Es sind die ersten, die wir auf unserer Reise sehen, aber es werden definitiv nicht die letzten für diesen Tag und unsere Reise sein.
Da erst für Samstag wieder richtig gutes Wetter vorhergesagt ist, planen wir am Freitag bei bedecktem Wetter die Wanderung zum nördlichsten Punkt von Europa zu machen. Dies ist nämlich nicht das Nordkapp, sondern Knivskjellodden. Dieser Punkt liegt noch etwas nördlicher als das Nordkapp, ist aber nur zu Fuss zu erreichen.
Aber bekanntlich kommt immer alles anders als geplant, vor allem dann wenn es um das Wetter geht. Je näher wir Honningsvåg kommen, umso besser wird das Wetter. In Honningsvåg angekommen lacht uns die Sonne entgegen und im Hafen sind gerade drei grosse Kreuzfahrtschiffe dabei vor Anker zu gehen. Da Honningsvåg selbst nicht viel zu bieten hat, entschliessen wir uns zu einem Picknickplatz 12 Km hinter Honningsvåg zu fahren.
Dort angekommen wird der frische Dorsch im Windschatten des Womo grilliert und genüsslich verspiesen. Während dem Essen fährt ein Car nach dem anderen an uns vorbei. Die Touristen der Schiffe wollen alle ans Nordkapp. Nach dem Abwasch schauen wir uns die Webcam des Nordkapps an und entschliessen bereits heute die Nacht dort zu verbringen, da es nur leicht bewölkt ist und die Sonne scheint.
Auf dem Weg zum Kapp kommen uns eine Menge leere Busse entgegen, welche die nächsten Gäste in Honningsvåg abholen gehen. Am Nordkapp angekommen bezahlen wir 2x 235 NOK und parkieren das Womo auf dem grossen Parkplatz. Es werden die Thermoklamotten montiert und dann geht’s rauf zum Besucherzentrum. Leider hat sich die Sonne inzwischen hinter ein paar Wolken versteckt. Dies ist aber noch nicht weiter tragisch, denn es ist erst 21:45 Uhr. Den tiefsten Stand wird die Sonne erst um 00:15 Uhr erreichen.
Also vertreiben wir uns die Zeit mit einem Besuch im Souvenirshop, wo wir Karten kaufen. Da sich das Wetter noch nicht verändert hat, setzen wir uns ins Kaffee und schreiben Karten. Immer wieder wandert der Blick dabei nach draussen und langsam aber sicher sollte die Sonne dann doch mal zum Vorschein kommen. Um 23:30 Uhr ist die Sonne immer noch hinter den Wolken und wir begeben uns in den Kinosaal wo wir uns anschauen können, wie es dann aussehen würde, wenn die Sonne nicht hinter Wolken versteckt ist.
Gegen 00:00 Uhr begeben wir uns dann wieder nach draussen, wo die Sonne neckisch zwischen den Wolken hindurchschaut. Zum Glück sind die meisten Touristen der Kreuzfahrtschiffe bereits wieder weg, und der Globus ist nicht mehr ganz so überlaufen. Wir machen ein Paar Fotos und hoffen immer noch, dass die Sonne doch noch zum Vorschein kommt. Aber mehr als farbige Wolken sind leider nicht zu sehen.
Wir kommen ins Gespräch mit einer Schweizer Familie und finden heraus, dass sie mit dem Womo unterwegs sind, welches uns schon den ganzen Tag verfolgte. Mal überholten sie uns und mal überholten wir sie. Gegen 01:15 Uhr haben wir dann genug gesehen und gehen ins Bett.
Mehr Bilder gibt es hier: Gallerie Tag 16
Route Tag 16



