Doch alles von vorne. 😉 Wie fast jeden Morgen nun in Schweden studieren wir unseren Womo-Reiseführer und lassen uns für den Tag inspirieren. Michi liest im Reiseführer, dass man in Richtung von Porjus einige Wasserkraftwerke mit Stausee ansehen und das älteste sogar besuchen kann. Wir fahren dem Fluss und den Seen entlang und gelangen an einen schönen Aussichtspunkt in der St. Luleälven Schlucht. Dort ist nicht mehr viel vom Wasser übrig, da dieses für die Energiegewinnung benötigt wird. Der Fluss ist deshalb oberhalb der Schlucht gestaut und Wasser fliesst hier nur noch, wenn der Stausee zu überlaufen droht.
Danach geht’s weiter zum alten Kraftwerk in Porjus in welchem uns in einer Gratis-Führung auf Englisch erklärt wird, wie hier früher Strom produziert wurde. Zusammen mit unserem Guide fahren wir mit dem Lift 50 m in den Fels hinab, wo die Turbinenhallte in den Fels gesprengt wurde. Hier können wir die Turbinen und Generatoren bestaunen. Wir erfahren, dass im neuen Kraftwerk welches etwas oberhalb des alten gebaut wurde mit einem Generator mehr Leistung erzeugt werden kann, als mit dem gesamten alten Kraftwerk.
Danach machen wir noch einen Stopp in einem etwas queren Laden Björn Thunborgs Viltaffär. Diesen Laden haben wir im Womo-Führer entdeckt. Der Besitzer zeigt uns getrocknetes Renntier- und Elchfleisch, welches wir ihm auch abkaufen. In der nächsten Pause probieren wir davon, der Kauf hat sich gelohnt.
In Porjus stellen wir fest, dass es doch nicht mehr so weit ist nach Kiruna. Michi möchte dort die Mienen besuchen und ich habe das Ice-Hotel entdeckt. Wir entscheiden uns wieder spontan doch noch mehr in den Norden zu fahren. Auf dem Weg dahin müssen wir eine lange Baustelle passieren, welche über weite Stellen nur geschottert ist. Dort fahren wir uns kurz vor Kiruna einen spitzigen Stein in den Pneu ein. Als wir an unserem Ziel in der Nähe von Jukkasjärvi auf einem Picknickplatz ankommen, bemerke ich das Zischen im Pneu. Michi meint noch, dass ist der Kühlschrank, aber ich liess nicht locker. Nach genauem Hinsehen stellt sich heraus, dass wir einen Stein im Pneu haben. Da wir keinen Ersatzpneu dabeihaben und wir stetig Luft verlieren, müssen wir den Pannendienst auffordern.
Dieser kommt dann auch, allerdings erst nach geschlagenen 5h warten. Zum Glück wollten wir sowieso dort übernachten und so verlieren wir keine Zeit. Der Pannendienst fährt direkt mit einem Lastwagen vor und will uns aufladen und nach Kiruna bringen. Er probiert den Pneu mit Luft zu füllen, damit wir das Womo aufladen können. Doch beim Versuch den Reifen wieder aufzupumpen verabschiedet sich noch das Ventil und an Aufpumpen ist nicht mehr zu denken. Wir entschliessen das Rad abzumontieren und nur mit dem Rad nach Kiruna zu fahren. 1.5h später und 1000 SEK ärmer ist das Rad geflickt und wieder montiert.
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Route Tag 26


