Da wir das Womo gestern noch wieder fahrbereit bekommen haben, steht einem Besuch in der Eisenmiene von Kiruna nichts mehr im Weg. Pünktlich um 09:30 Uhr treffen wir beim Touristenzentrum von Kiruna ein, wo die Tour starten wird.
Mit einem Bus werden wir in die Mine gefahren. 540m unter Tage steigen wir aus dem Bus aus und werden ins Besucherzentrum geführt. Direkt beim Eingang heisst es Helme anziehen, da jederzeit Steine von der Decke fallen könnten. Als erstes bekommen wir einen Überblick über die Mine und den Verlauf der Eisenader. Danach wird uns ein Film gezeigt, in welchem das Bergbauunternehmen LKAB vorgestellt wird.
Nach dem Film wird uns erklärt, wie Eisenerz abgebaut wird und wie die Erzpellets in die Häfen transportiert werden. Da das Eisen welches gefördert wird magnetisch ist, wird es vor dem Transport in Hochöfen behandelt, wodurch es seine magnetischen Eigenschaften verliert. Erst wenn es nicht mehr magnetisch ist, kann es mit riesigen Güterzügen transportiert werden. Dazu kommen Lokomotiven mit 15‘000 PS zum Einsatz, wobei jeder Wagon mit 1000 Tonnen Erz gefüllt wird und eine Lok 68 solcher Wagons zieht.
Nach diesem spannenden Einblick in die Gewinnung und den Transport können wir noch einen Schaufellader besichtigen, mit welchem das Gestein nach der Sprengung abtransportiert wird. Weiter geht es mit einer Pause und anschliessend können wir noch verschiedenes Gestein begutachten und ein paar Eisenpellets als Andenken einpacken. Als letzte Station der Besichtigung besuchen wir ein Museum in welchem gezeigt wird, wie früher Eisen abgebaut wurde. Anschliessend geht es zurück an die Oberfläche, wo das Wetter immer noch sehr unfreundlich ist.
Bevor wir uns auf den Weg zum Eishotel machen, müssen die Vorräte wieder aufgefüllt werden. Dies ist schnell getan, da direkt auf unserem Weg ein riesiges Einkaufszentrum liegt. Anschliessend machen wir uns auf den Weg zum Eishotel. Allerdings hätten wir uns dies sparen können, da das Mini-Eishotel welches im Sommer in einem Kühlhaus steht nicht besichtigt werden konnte.
Nach einem kurzen Zwischenstopp auf dem Picknickplatz, auf welchem wir gestern übernachteten, geht es zurück in Richtung Süden. Natürlich müssen wir wieder über die sehr lange Baustelle und dies dieses Mal auch noch im Regen. Entsprechend sieht das Womo danach aus. Aber immerhin holen wir uns dieses Mal keinen Platten. Auf einem Picknickplatz direkt am Fluss schlagen wir unser Nachtlager auf.
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Route Tag 27



