Heute Morgen begrüsst uns das Wetter wieder wesentlich freundlicher und während wir uns auf den Weg nach Stockholm machen, wird das Wetter noch besser und schon bald sind auch die letzten Wolken weg. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Uppsala, wo wir Gas tanken, erreichen wir Stockholm gegen 12 Uhr. Im Reiseführer finden wir einen Parkplatz, welcher ruhig gelegen ist und nur 80 SEK/24h kosten soll. Dort angekommen, müssen wir aber feststellen, dass die Preisangabe nicht korrekt ist. Für 24h wären 360 SEK fällig, was teurer als ein Campingplatz ist. Wir entscheiden uns deshalb das Womo fürs erste da stehen zu lassen. Am Abend wollen wir dann auf einen Campingplatz wechseln.
Zu Fuss ist es nur eine halbe Stunde ins Zentrum und wir können schön dem Ufer entlang spazieren. Im Zentrum angekommen meldet sich bei uns der Hunger und wir schauen uns nach einem Restaurant um. Wir finden eines mit guten Burgern und geniessen diesen auf der Terrasse des Restaurants. Noch bevor das Essen serviert wird, beginnt es zu regnen, zum Glück sind wir unter einem Schirm und werden nicht nass. Der Regen ist auch nicht von langer Dauer und schon bald scheint die Sonne wieder.
Nach dem Essen spazieren wir zum Vasamuseum, wo wir die Vasa bestaunen wollen. Die Vasa ist ein Holzkriegsschiff, welches nach gerade einmal 1300m Fahrt im Hafenbecken von Stockholm gesunken ist. Sie war das grösste Kriegsschiff ihrer Zeit und verfügte über 69 Kanonen. Diese vielen Kanonen wurden ihr aber zum Verhängnis, da das Schiff nicht richtig ausbalanciert war. Als eine starke Windböe seitlich auf das Schiff traf, neigte sich das Schiff zur Seite und das Wasser konnte durch die noch offenen Kanonenluken eindringen. Das Schiff sank sehr schnell. Da es im Hafenbecken sank, war schnell Hilfe zur Stelle und viele Besatzungsmitglieder überlebten das Unglück.
Nach 333 Jahren im Hafenbecken von Stockholm wurde das Schiff geborgen und wieder zusammengebaut. Doch bevor es fertig gestellt werden konnte, musste das Wasser im Holz mit einer Wachslösung ersetzt werden, damit sich das Holz nicht zersetzt. Die Restaurierung der Vasa dauerte dann auch mehre Jahrzehnte.
Nach dem Museumsbesuch machen wir uns auf den Weg zurück zum Womo. Dort angekommen, geht die grosse Suche nach einem Campingplatz los. Wir telefonieren rum und dort wo jemand ans Telefon geht, heisst es immer schon voll. Beim grössten Campingplatz in der Umgebung geht niemand ans Telefon und so entscheiden wir uns unser Glück dort zu versuchen. Leider ist auch dieser schon Voll. Als uns dann auch noch der letzte Campingplatz in der Umgebung mitteilt, dass sie voll seien, entscheiden wir uns aufgrund fehlender Übernachtungsmöglichkeiten Stockholm hinter uns zu lassen und noch ein Stück in Richtung Süden zu fahren. Wir werden aber sicher noch einmal nach Stockholm zurückkehren, denn die Stadt ist wirklich schön.
Da wir auf unserer Fahrt in den Süden keine schönen Picknickplätze in der Nähe der Route finden, entscheiden wir uns einen Abstecher zu einem Schloss zu machen, auf welches auf der Autobahn hingewiesen wird. Der Entscheid war dann auch richtig, das Schloss liegt mitten im Grünen an einem See und es gibt auch einen grossen Parkplatz, auf welchem wir unser Nachtlager aufschlagen.


