Big Island hat nicht nur trockene Landschaften zu bieten, sondern auch Orte mit regelmässigem Regen. Da wir inzwischen genug Sonne gesehen haben, riskieren wir es einmal nass zu werden und starten mit unserer Erkundungstour des Nordostens der Insel. Zu Beginn fahren wir noch dieselbe Strecke welche wir bereits bei der Erkundung der Kohala-Region genommen haben. In Waimea biegen wir dann aber in Richtung Nordosten ab. Wir nehmen die alte Strasse, da diese wesentlich mehr zu bieten hat und auch nicht sehr stark befahren ist.
Unseren ersten Stopp legen wir bei einer Höhle ein. Die Höhle entstand, weil die Lava die hier floss sehr dünnflüssig war. Dadurch erstarrte die Lava aussen und innen konnte sie weiter abfliessen, bis der Vulkan keinen Nachschub mehr lieferte. Mit der Taschenlampe bewaffnet erkunden wir diverse Gänge der Höhle. Die Gänge sind sehr hoch, so dass wir überall problemlos aufrecht gehen können.
Nach der Höhlenerkundung geht es weiter zum Waipi’o Valley. Das Tal ist auf drei Seiten durch sehr steile Wände abgegrenzt und nur über eine steile Strasse erreichbar. Wir begnügen uns mit der Aussicht auf das Tal, da wir uns nicht sicher sind, ob wir mit dem Auto problemlos ins Tal fahren können. Aber auch von oben bietet sich eine imposante Aussicht auf das Tal.
Weiter geht es zum Laupahoe Point. Hier krachen die Wellen mit voller Wucht auf den Strand und an Baden ist definitiv nicht zu denken. Aber die Aussicht ist trotzdem sehr sehenswert und wir geniessen den Anblick der Wellen, die auf die Felsen treffen.
Auf unserem weiteren Weg in Richtung Hilo fahren wir über eine Brücke, die eine schöne Bucht überspannt. Wir machen einen Abstecher zur Bucht herunter und geniessen die üppige Vegetation. Der Grund für die üppige Vegetation ist im Moment auch sehr prominent vertreten – es giesst wie aus kübeln. Aber bereits nach 10 Minuten ist der Regen wieder vorüber.
Nach diesem kurzen Abstecher geht es weiter zum Akaka Falls State Park. Dort bewundern wir den Regenwald und das Highlight des Parks, den Akaka-Wasserfall. Der Wasserfall stürzt sich mehr als 125m in die Tiefe und ist umgeben von sehr viel Grün. Ein wirklich schöner Anblick, der sich hier bietet.
Nach dem Wasserfall fahren wir weiter zu einem botanischen Garten mitten im Regenwald. Der Garten ist sehr schön angelegt und bietet jede Menge zu sehen. Beim Eingang werden Regenschirme zur Verfügung gestellt. Wir fragen uns noch, ob wir wirklich einen brauchen, denn die Sonne zeigt sich gerade von ihrer schönsten Seite. Sibylle nimmt aber trotzdem einen mit und schon eine halbe Stunde später sind wir sehr froh darum. Der nächste Platzregen prasselt auf uns hinab. Viele der Besucher haben keinen Schirm mitgenommen und werden so richtig nass.
Weiter geht es nach Hilo, wo wir erst einmal tanken müssen. Die Autos hier sind definitiv durstiger als Zuhause. Da es inzwischen bereits nach 17 Uhr ist entscheiden wir uns zurück nach Kona zu fahren. Dazu nehmen wir die Sadle Road, die zwischen den Vulkanen Mauna Kea und Mauna Loa auf 2000 m. ü. M. die Insel überquert. Spontan machen wir noch einen Abstecher zum Besucher Zentrum des Mauna Kea auf 2800 m. ü. M. Von dort geniessen wir einen fantastischen Sonnenuntergang. Auf den Gipfel des Mauna Kea mit seinen Sternwarten werden wir dann Morgen fahren.
Auf der Heimfahrt bietet sich uns eine spektakuläre Ansicht, der Himmel scheint zu brennen und immer wieder ziehen schwarze Wolken vorüber. Zurück in Kona heisst uns das warme und trockene Wetter wieder willkommen.







