Die ganze Nacht hindurch prasselte der Regen auf unser Wohnmobil, und auch während des Frühstücks hörte es nicht auf zu regnen. Doch pünktlich um 10:30 Uhr, eine halbe Stunde vor unserer geplanten Gurkentour, verzogen sich die Wolken und die Sonne kam zum Vorschein. Es schien, als hätte sich das Wetter rechtzeitig beruhigt, um uns einen angenehmen Tag zu bescheren.





Um 11 Uhr starteten wir unsere gebuchte Gurkentour mit einem traditionellen Spreewaldkahn. Gemütlich wurden wir von unserem Fährmann durch die verschlungenen Fliesse des Spreewalds navigiert. Ein besonderes Highlight für die Kinder war die Schleuse, die von Hand bedient wurde. Lokale Kinder nutzen diese Gelegenheit, um sich mit dem Bedienen der Schleuse ein kleines Taschengeld zu verdienen.
Unser Fährmann versorgte uns während der Fahrt mit vielen interessanten Informationen über den Spreewald und seinen Besonderheiten. An einem idyllischen Hof legten wir eine kurze Pause ein, wo wir vorbereitete Gurkendegustationsteller überreicht bekamen. Während wir gemütlich auf dem Kahn weiterfuhren, probierten wir die verschiedenen Gurkensorten – ein echter Genuss! Auf dem Rückweg hielten wir erneut am Hof, gaben unsere Teller zurück und nahmen die bestellten Gurken mit.
Ein weiteres Highlight war der Halt bei einem Imker, bei dem wir frischen lokalen Honig direkt vom Kahn aus kaufen konnten. Nach etwa zweieinhalb Stunden kehrten wir mit unseren kulinarischen Schätzen und vielen neuen Eindrücken zum Campingplatz zurück.
Kaum waren wir angekommen, setzte ein heftiger Platzregen ein. Doch als dieser vorüber war, entschied ich mich, die trockene Phase für eine Radtour durch den Spreewald zu nutzen. Ich fuhr über üppige Felder, durch grüne Wälder und entlang des Damms der Spree. Die Landschaft war einfach atemberaubend, und die 60 Kilometer vergingen wie im Flug.









Sibylle und die Kinder nutzen die unterdessen die Zeit um im Dorf noch nach weiteren Spezialitäten zu suchen. Natürlich durfte auch ein Eis für die Kinder nicht fehlen.
Während ich die Fahrräder verstaute und das Wohnmobil für die morgige Weiterfahrt vorbereitete, drehte Sibylle noch eine Joggingrunde. Danach liessen wir den Tag bei einem gemeinsamen Abendessen ausklingen, bereit für Berlin.