Der Wecker klingelte für mich bereits um 6 Uhr morgens, während Sibylle und die Kinder noch tief schliefen, machte ich mich bereit für eine Fahrradtour. Mit meiner Drohne im Gepäck wollte ich die Gelegenheit nutzen, ein paar schöne Fotos zu machen. Bei meiner Recherche am Vorabend stellte sich heraus, dass dies in Berlin nicht so einfach ist. Viele Gebiete, die ich durchquerte, lagen in für Drohnen eingeschränkten Zonen, sodass ich mich gut informieren musste, um keine Regeln zu brechen.
Meine Tour führte mich zunächst entlang des Gross Glienicker Sees. Dort fand ich eine Stelle, an der ich die Drohne steigen lassen konnte. Die tief stehende Sonne bot ideale Lichtverhältnisse für ein paar Aufnahmen. Weiter ging es in Richtung Wilhelmstadt, wo ich die Havel über die stark befahrene Freybrücke überquerte. Berlin ist glücklicherweise sehr fahrradfreundlich, sodass immer grosszügige Radstreifen zur Verfügung stehen.










Nachdem ich ein Stück entlang der mehrspurigen Heerstrasse gefahren war, bog ich in eine ruhigere Waldstrasse ab. Plötzlich raschelte es neben mir, und ein Feldhase hüpfte davon – ein unerwartetes und schönes Naturerlebnis. Meine Route führte mich weiter durch den Grunewald, wo ich am Grunewaldturm eine Pause einlegte und meine Drohne erneut startete. Doch als ein Polizeiauto mit Blaulicht vorbeifuhr, entschied ich mich, den Flug abzubrechen. Ich wollte mich nicht auf eine Diskussion einlassen, auch wenn ich definitiv im Recht war. Etwas weiter unten auf einem Parkplatz traf ich dann auf ein weiteres Polizeiauto. Offenbar waren sie auf der Suche nach jemandem.



Nach dem Grunewald erreichte ich den Wannsee, dem ich mal näher am Ufer, mal weiter entfernt folgte. Vorbei am Glienicker Schloss überquerte ich die historische Glienicker Brücke, bekannt aus der Zeit des Kalten Krieges als Austauschort für Spione. Weiter ging es am Schloss Cecilienhof vorbei zurück zum Campingplatz.










Dort angekommen, waren Sibylle und die Kinder gerade erst aufgestanden, und das Frühstück war noch nicht bereit. Nach einer kurzen Pause und einem stärkenden Frühstück machten wir uns für einen weiteren Tag am See bereit. Mia hatte grossen Spass daran, nach allerlei Dingen im Wasser zu tauchen, und auch Ben wagte sich heute etwas weiter ins Wasser als am Vortag.
Nach einem entspannten Tag am See und einem leckeren Abendessen ging es für die Kinder früh ins Bett, damit sie für den nächsten Tag gut ausgeschlafen sind.