Von der Gedächtniskirche bis zum Brandenburger Tor: Familienerlebnisse in Berlin

von Michael | Aug. 5, 2024 | Sommerferien 2024 | 0 Kommentare

Unser Tag begann früh, denn wir hatten viel vor. Bereits um kurz vor 8 Uhr machten wir uns auf den Weg. Unser erster Stopp war „Oma Ilses Zuckerschlösschen,“ wo wir uns ein Frühstück to go gönnten. Gestärkt stiegen wir in den Bus, der uns mit einmal Umsteigen direkt in die Berliner Innenstadt brachte.

Gedächtniskirche – Ein Mahnmal des Friedens

Unser erster Halt war die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche am Breitscheidplatz. Diese Kirche, die im Volksmund auch „Hohler Zahn“ genannt wird, ist ein bedeutendes Wahrzeichen Berlins. Sie wurde im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt und blieb bewusst als Ruine stehen, um an die Schrecken des Krieges zu erinnern. Das neue, moderne Kirchengebäude nebenan, mit seinem charakteristischen blauen Glasfenster, steht im starken Kontrast zur alten Ruine und symbolisiert den Neubeginn und die Versöhnung.

Mit dem Hopp-on Hopp-off Bus durch Berlin

Nach der Besichtigung der Gedächtniskirche stiegen wir in einen Hopp-on Hopp-off Bus, für den wir bereits im Voraus Tickets gekauft hatten. Die Route führte uns vorbei am berühmten Kaufhaus des Westens (KaDeWe), dem Lützowplatz und durch das Botschaftsviertel bis zum Potsdamer Platz, wo wir ausstiegen. Dort entdeckten wir das Legoland Discovery Centre Berlin.

Legoland Discovery Centre – Ein Highlight für die Kinder

Im Legoland sind viele Berliner Gebäude im Miniaturformat ausgestellt. Ben war besonders fasziniert von den nachgebauten U-Bahn-Stationen. Eine kleines Fahrgeschäft, welches an verschiedenen Figuren und einem Drachen vorbeiführte, bereitete ihm jedoch weniger Freude, und er wollte am liebsten gleich wieder aussteigen. Nach dieser Fahrt verbrachten wir einige Zeit im Bau-Bereich, wo die Kinder begeistert Autos aus Legosteinen bauten und auf einer Bahn gegeneinander antreten liessen. Nach einem erlebnisreichen Besuch stärkten wir uns bei „Pret a Manger“ und machten uns dann wieder auf den Weg zur nächsten Busstation.

Checkpoint Charlie und Neptunbrunnen

Unsere nächste Fahrt führte uns vorbei am Checkpoint Charlie, einer der bekanntesten Grenzübergangsstellen während des Kalten Krieges. Heute erinnert ein kleines Museum an die Geschichte des geteilten Berlins und an die dramatischen Fluchtversuche, die hier stattgefunden haben.

Wir fuhren weiter bis zum Neptunbrunnen, einem beeindruckenden Wahrzeichen Berlins. Der Brunnen, der 1891 erbaut wurde, zeigt den Meeresgott Neptun umgeben von vier Frauen, die die Flüsse Elbe, Rhein, Weichsel und Oder symbolisieren. Hier stiegen wir aus und erkundeten die Umgebung. In einem Souvenirladen durften die Kinder sich jeweils ein Andenken aussuchen – Ben entschied sich für ein Trabi-Polizei-Spielauto und Mia für zwei Schlüsselanhänger.

Brandenburger Tor und Reichstag

Der Bus brachte uns weiter über den Alexanderplatz, durch die Karl-Marx-Allee und vorbei an der East-Side-Gallery bis zum Brandenburger Tor. Dieses historische Tor ist nicht nur ein Wahrzeichen der Stadt, sondern auch ein Symbol für die deutsche Wiedervereinigung. Bevor wir das Tor genauer besichtigten, brauchten die Kinder eine Abkühlung in Form eines Eises, während Sibylle und ich uns eine klassische Berliner Currywurst gönnten. Anschliessend schlenderten wir durch den Park zum Reichstag, dem Sitz des Deutschen Bundestages.

Rückkehr zum Campingplatz

Nach einem langen Tag war die Energie der Kinder aufgebraucht, und wir nahmen den Bus zurück zum Kurfürstendamm. Eigentlich wollten wir direkt zurück zum Campingplatz, doch der Bus hatte eine längere Pause eingelegt. Daher nutzten wir die Zeit, um in einem Laden, den Sibylle zuvor entdeckt hatte, etwas zu stöbern und schliesslich spontan im Hard Rock Cafe zu essen. Auf dem Weg zur Bushaltestelle kamen wir an einem Süssigkeitenladen vorbei, wo sich die Kinder noch je eine Tüte mit Gummizeugs füllten.

Nach einer etwa 75-minütigen Busfahrt mit einmaligem Umsteigen und einem kurzen Fussmarsch erreichten wir schliesslich unseren Campingplatz. Die Kinder waren erschöpft und schliefen heute besonders schnell ein.

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